Der MIG-MAG-Lichtbogen
Der Lichtbogen, der zwischen der Drahtelektrode und dem Werkstück brennt, dient als Wärmequelle und wird zum Schweißen genutzt.
Durch die hohe Temperatur des Lichtbogens wird der Werkstoff an der Schweißstelle aufgeschmolzen. Gleichzeitig schmilzt die Drahtelektrode als Zusatzwerkstoff ab und bildet dabei eine Schweißraupe. Das zugeführte Schutzgas schützt die Schweißzone vor dem Zutritt der Umgebungsluft.
Das Schutzgas.
Es gibt 2 Arten von Metall-Schutzgasschweißen, die sich durch die verwendeten Schutzgase unterscheiden:
Das Metall-Inertgasschweißen (MIG, inertes Schutzgas) und das Metall-Aktivgasschweißen (MAG, aktives Schutzgas).
Detaillierte Infos zur Wahl des richtigen Gases findest Du in diesem Beitrag:
Welches Schutzgas für welches Schweißverfahren?
Stahl, Edelstahl, Aluminium. Dünn bis dick.
Mit MIG-MAG können Stahl, Edelstahl und Aluminium geschweißt werden. Material ab ca. 0,8 mm bis 8 mm Stärke. Wer dickeres Material schweißen will, also über 8 mm, kann das tun, muss aber vorher durch entsprechende Nahtvorbereitung vorsorgen.
MIG-MAG ist einfach zu erlernen.
Eine gute Anlage, ein paar Kenntnisse darüber, Brenner in die Hand, Brennertaster drücken, schweißen. Keine Schlacke versperrt die Sicht auf das Schweißbad oder muss nach dem Schweißen entfernt werden. Keine Unterbrechungen der Naht durch Elektrodenwechsel. Man sagt, schon nach einigen Stunden hat man MIG-MAG im Griff. Gut - aber Übung macht auch hier den Meister.
Betriebsarten.
2 Takt: Für kurzes Heften und kurze Nähte.
4 Takt: Dauerschweißen bei langen Nähten.
Punkten: Für kurzes zeitgesteuertes Schweißen und Setzen von Schweißpunkten. Brennertaste drücken und halten = Schweißen startet und wird nach Ablauf der einstellbaren Punktzeit automatisch beendet. Dadurch werden alle Schweißpunkte gleich.
Intervallschweißen: Zeitgesteuertes Schweißen mit Pausen. Zum Setzen von Schweißpunkten und Schweißen dünnen Materials.
Der Draht – richtig wichtig.
Schweißdrähte sind in den verschiedensten Werkstoffen und Größen, passend zum Grundwerkstoff, erhältlich. Vor allem bei sehr teurem Schweißdraht und geringem Verbrauch eignen sich Kleinspulen. Die folgenden Spulen sind marktgängig:
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D 200 Kleinspule. Hinweis: Die Red by Lorch MIG 210 SYN kann nur mit D 200 Kleinspulen bestückt werden. |
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D 300 Kunststoffspule. Durchmesser 300 mm, 15 kg bei Stahl, ca. 7 kg bei Aluminium. |
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K 300 Korbspule. Durchmesser 300 mm, 15 kg bei Stahl, ca. 7 kg bei Aluminium. Bei Korbspulen ist ein Korbspulenadapter nötig, um auch diese Spule einlegen zu können. |
Brennerausrüstung.
1. Stromdüse
2. Drahtführungsseele im Schlauchpaket
3. Vorschubrollen
Diese drei müssen zum Schweißdraht passen. Damit Brennerschlauchpaket und Vorschubeinheit mit dem Schweißdraht harmonieren, müssen sie individuell angepasst werden.
Und noch was:
Die Nut der Drahtvorschubrolle muss zum Draht passen. Ebenso sollte der Anpressdruck der Vorschubeinheit richtig eingestellt sein. Die Spannschraube der Rollen so fest anpressen, dass bei laufendem Drahtvorschub die Vorschubrollen gerade durchrutschen, wenn Sie die Drahtspule mit der Hand festhalten. Wird der Drahtvorschub abgewürgt, ist der Druck zu hoch. Rutscht er leicht durch, ist der Druck zu gering. Korrekter Drahtvorschub ist die Grundvoraussetzung für gute MIG-MAG-Schweißungen. Präzision kann man hier nie genug haben.
Tipp:
Trennspray verhindert Schweißspritzer.
Das Spray bildet in der Gasdüse einen Schutzfilm gegen fest anhaftende Schweißspritzer in der Düse. Das Trennspray von der Seite einsprühen, das ist wichtig. Direkt von vorne könnte die Schutzgasbohrung zusetzen. Der Gasfluss und die Gasabdeckung des Schweißbads wären gestört.
Folgende RED by Lorch Geräte sind zum MIG-MAG-Schweißen geeignet:
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